1973 wurde die „WingTsun Leung Ting Martial Art Association“ behördlich registriert und 1975 in „International WingTsun Leung Ting Martial Art Association“ umbenannt, da einige von Großmeister Leung Tings hochgraduierten Schülern Niederlassungen im Ausland gründeten.
Neben der Leitung seiner Schulen war Leung Ting auch noch damit beschäftigt, Artikel für das internationale Kung Fu-Magazin „Real Kung Fu“ zu schreiben. Der Erfolg seiner Beiträge (z. B. wurde seine technische Serie „Seeds of the WingTsun-System“ auch anderen Zeitungen und Magazinen Hongkongs und Asiens abgedruckt) verursachte Neid bei den Herausgebern anderer Kampfkunstmagazine. Als Leung Ting im Herbst 1976 Keith R. Kernspecht in Deutschland besuchte, erhielt er einen Brief vom Hongkonger Fernsehsender „Rediffusion Television“. Er sollte eine Kung Fu-Serie erstellen. Leung Ting machte daraufhin viel Reklame für diese neue Fernsehserie, der er den Titel „Real Kung Fu“ gab. Als ihn ein Reporter eines Unterhaltungsmagazins interviewte, vergaß Leung Ting, diesen über seine genaue Position innerhalb des Stiles von Großmeister Yip Man zu unterrichten. Am nächsten Tag erschien sein Foto auf der Titelseite mit der Bildunterschrift „Oberhaupt des ganzen Stiles von Großmeister Yip Man“ Diese Falschmeldung war natürlich ein gefundenes Fressen für einige von Leung Tings Konkurrenten. Und auch die oben erwähnten Magazin-Herausgeber sahen hier ihre Chance, es Leung Ting heimzuzahlen! Zahlreiche Zeitschriften berichteten auf der Titelseite über den „Nachfolgerstreit“, aber nur wenige Leute lasen die Berichtigung der Falschmeldung. Der Höhepunkt der Fehde sollte eine Pressekonferenz werden, auf der Leung Tings Widersacher und deren Kung-Fu-Freunde die Verfehlungen Leung Tings anprangern wollten. Aber einen Tag vor dieser Konferenz rief Leung Ting mit der Unterstützung der Zeitung , die die Falschmeldung gebracht hatte, selbst zu einer Pressekonferenz auf. Er wies darauf hin, dass das Ganze inszeniert war, um seinem Ruf zu schaden, und dass die meisten Kung Fu-Leute, die gegen ihn aussagten, beeinflusst und angestiftet waren von den wahren Drahtziehern, die in Wirklichkeit Leung Tings Fernsehserie übernehmen wollten. Er habe aber seine Lehre aus diesem Vorfall gezogen.
Der „Nachfolger-Streit“ brachte Leung Ting am Ende mehr Ruhm als Schaden. Seine Fernsehserie „Real Kung Fu“, in der er zahllosen Kung Fu-Meistern, die den beiden größten chinesischen Kung-Fu-Verbänden angehörten, vorstellte, war bald in aller Munde.